Bauen & Wohnen

Bauverfahren

Hier finden Sie alle Informationen rund um´s Bauen. Zuständig für alle Fragen in Zusammenhang mit den verschiedenen Bauverfahren ist das Bauamt mit Sitz im Gemeindeamt 8511 St. Stefan 21.

NOVELLE DES BAUGESETZES

Mit 4. Februar 2020 gilt die Baugesetznovelle 2019. Damit sind erhebliche Änderungen in den einzelnen Verfahren verbunden.
Hier finden Sie das „Stmk. BauG, Fassung vom 19.03.2020.pdf“ zum Downloaden....

Bauplatz

Schon bei der Wahl des Standortes ist es wichtig auf die topographischen Gegebenheiten einzugehen. Diese bereits in die ersten Überlegungen einfließen zu lassen ist Grundlage für eine gute Einbindung in die Landschaft. Der Bestand wird durch die Dachformen und die Fassaden, deren Material und Farbe geprägt und sind gestaltgebende Ordnungsmerkmale und daher auch bei der Planung von Neubauten zu berücksichtigen, um letztendlich eine harmonische Einheit von bestehenden und neuen Gebäuden zu erreichen. Deshalb ist es vor Kauf eines Grundstückes oder vor Einreichung der Baubewilligung zweckmäßig, sich über den beabsichtigten Bauplatz im Bauamt der Gemeinde  zu informieren. Dies vermeidet Missverständnisse und spart Kosten bei der Planung.

Bewilligungen nach Straßenrechtlichen Bestimmungen (LStVwG):

  1. Wenn Sie von der Gemeinde – oder Landesstraße eine neue Zufahrt auf Ihr Grundstück herstellen wollen (es also keine Bestandszufahrt gibt), dann müssen Sie bei der zuständigen Stelle dafür ansuchen.
  2. Wenn Sie im Zuge Ihrer Bautätigkeiten Arbeiten im Bauverbotsbereich der Straße vornehmen, müssen Sie dafür bei der zuständigen Stelle ansuchen:

 

Grenze bei Landesstraßen

Grenze bei Gemeindestraßen

Errichtung von und Zubau an baulichen Anlagen sowie Veränderungen des natürlichen Geländes

15 m

5 m

Errichtung und Änderung von Einfriedungen, ausgenommen Zäune, welche die Ablagerung von Schnee nicht behindern

5 m

2 m

 

Die notwendigen Formulare dazu finden Sie hier: 

Abbruchbewilligung

Für den Abbruch eines Gebäudes oder Gebäudeteiles ist eine Abbruchbewilligung vom Bauamt der Gemeinde St. Stefan ob Stainz einzuholen.

§ 19 Baubewilligungspflichtige Vorhaben

Für alle Bauvorhaben, sofern sich aus den §§ 20 und 21 Stmk. BauG nichts anderes ergibt, muss beim Bauamt der Gemeinde um Baubewilligung angesucht werden.

§ 20 Baubewilligungspflichtige Vorhaben im vereinfachten Verfahren - Variante A und Variante B

„Wie unterscheiden sich nun also Variante A von Variante B? Was müssen Sie hierbei beachten!

Der Hauptunterschied für Sie als Bauwerber liegt darin, dass Sie bei Variante B keine Unterschriften der Nachbarn auf den Plänen einholen müssen. Bei Variante A müssen Sie Ihre Nachbarn direkt auf den Einreichplänen (bei mehrseitiger Heftung, auf jedem einzelnen Blatt) unterschreiben lassen (…gemäß §§ 22 und 23 sowie zusätzlich der Nachweis der Zustimmung der an den Bauplatz angrenzenden Grundstückseigentümer sowie jener Grundeigentümer, deren Grundstücke vom Bauplatz durch ein schmales Grundstück bis zu 6 m Breite (z. B. öffentliche Verkehrsfläche, privates Wegegrundstück, Riemenparzelle) getrennt sind, wobei die Zustimmung durch Unterfertigung der Baupläne zu erfolgen hat)

Bauansuchen im vereinfachten Verfahren gemäß § 20 Z 1, Z 2 a-d, Z 3 und Z 4 Stmk. BauG (Variante A)

  • Neu-, Zu- oder Umbauten von Kleinhäusern
  • die Errichtung, Änderung oder Erweiterung von
  • Abstellflächen oder
  • Garagen, auch wenn sie als Zubau zu einem Gebäude ausgeführt werden für Krafträder oder Kraftfahrzeuge mit einem höchsten zulässigen Gesamtgewicht von je 3 500 kg und bis zu einer Gesamtfläche von 250 m² und der dazu erforderlichen Zu- und Abfahrten;
  • Schutzdächern (Flugdächern) mit einer überdeckten Fläche von mehr als 40 m², auch wenn diese als Zubau zu einem Gebäude ausgeführt werden;
  • Nebengebäuden;
  • Veränderungen des natürlichen Geländes von nach dem Flächenwidmungsplan im Bauland gelegenen Grundflächen sowie von im Freiland gelegenen Grundflächen, die an das Bauland angrenzen, sofern die Geländeveränderungen im Freiland Auswirkungen gemäß § 88 im Bauland verursachen könnten;
  • die ortsfeste Aufstellung von Motoren, Maschinen, Apparaten oder Ähnlichem, wenn hiedurch die Festigkeit oder der Brandschutz von Bauten beeinflusst oder eine Gefährdung herbeigeführt werden könnte und die Aufstellung nicht in einer der Gewerbeordnung oder dem Luftreinhaltegesetz für Kesselanlagen unterliegenden Anlage vorgenommen wird, und der für die jeweilige Widmung nach dem Flächenwidmungsplan festgelegte zulässige Planungsbasispegel an der relevanten Grundgrenze eingehalten wird;

Bauansuchen im vereinfachten Verfahren gemäß § 20 Z 2 lit e-k, Z 5 und Z 7 Steiermärkisches Baugesetz (Variante B)

  • Werbe- und Ankündigungseinrichtungen (Tafeln, Schaukästen, sonstige Vorrichtungen und Gegenstände, an denen Werbungen und Ankündigungen angebracht werden können, Bezeichnungen, Beschriftungen, Hinweise);
  • Umspann- und Kabelstationen, soweit es sich um Gebäude mit einer bebauten Fläche von mehr als 40 m² handelt;
  • Einfriedungen mit einer Höhe von mehr als 1,5 m oder Stützmauern mit einer Ansichtshöhe von mehr als 0,5 m, jeweils über dem angrenzenden natürlichen Gelände, sowie Stützmauern mit einer aufgesetzten Einfriedung, jeweils mit den zuvor angeführten Höhen und einer Gesamthöhe von mehr als 2,0 m;
  • Feuerungsanlagen für feste oder flüssige Brennstoffe von über 8 kW bis 400 kW Nennheizleistung einschließlich von damit allenfalls verbundenen baulichen Änderungen oder Nutzungsänderungen sowie deren Brennstofflagerungen;
  • sichtbaren Antennen- und Funkanlagentragmasten;
  • baulichen Anlagen für Reitparcours oder Hundeabrichteplätze;
  • Solar- und Photovoltaikanlagen bis zu einer Kollektorleistung von insgesamt nicht mehr als 50 kWP (Kilowatt Peak) und einer Höhe von über 3,50 m;
  • die Durchführung von größeren Renovierungen (§ 4 Z 34a) bei bestehenden Kleinhäusern;
  • die länger als drei Tage dauernde Aufstellung von Fahrzeugen und anderen transportablen Einrichtungen, die zum Aufenthalt oder Nächtigen von Personen geeignet sind, wie insbesondere Wohnwagen, Mobilheime und Wohncontainer, außerhalb von öffentlichen Verkehrsflächen, Abstellflächen, Garagen oder außerhalb von nach § 33 Abs. 3 Z 1 Steiermärkisches Raumordnungsgesetz 2010 als Sondernutzung festgelegten Campingplätzen.

§ 21 Meldepflichtige Vorhaben

Kleinere Bauvorhaben, wie z. B. Gerätehütten, Abstellplätze für max. 2 PKW, Wasserbecken, aber auch geringfügige Umbauten ohne statische Änderungen, oder Zäune können im meldepflichtigen Verfahren errichtet werden. Eine Meldung an das Bauamt der Gemeinde St. Stefan ob Stainz muss allerdings trotzdem erfolgen. Sämtliche baurechtlichen Bestimmungen ( BauG, OIB etc.) müssen auch bei diesen Bauvorhaben eingehalten werden.

§ 38 Fertigstellungsanzeige – Benützungsbewilligung

Fertigstellungsanzeige - Benützungsbewilligung

Nach Fertigstellung des Bauvorhabens muss bei der Gemeinde St. Stefan ob Stainz eine Fertigstellungsanzeige unter Vorlage der notwendigen Bestätigungen eingebracht werden. Wenn die Bauführerbestätigung nicht vorgelegt werden kann, ist zusätzlich um eine Benützungsbewilligung anzusuchen, wobei eine Endkommissionierung durch die Behörde durchgeführt wird. Vor Erteilung der Benützungsbewilligung wird seitens der Behörde festgestellt, ob Ihr Bauvorhaben bewilligungsgemäß und vorschriftsmäßig ausgeführt worden ist und damit auch rechtmäßig benützt werden darf.

Zaunverordnung

Weiterführende Informationen und Formulare

Baubeschreibung - Bauplatzeignung