Hannes Rossbacher wurde in Wien vergoldet

In einem überaus würdigen Festakt im Rittersaal des Palais Niederösterreich, konnte Sektionschef der Sektion Kunst und Kultur im BundeskanzleramtJürgen Meindl an einen  Künstler, der seine Wurzeln in der Steiermark hat und größtenteils auch hier lebt, das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verleihen.

Es ist dies Hannes Rossbacher, der für seinen nationalen und internationalen künstlerischen Einsatz vom Heimatland Österreich sichtbar bedankt wurde.

In der Lauda von Jörg Mathera wurden die Highlights seines  bisherigen Wirkens – begleitet durch die musikalische Umrahmung vom Roman Beitschgi Quartett – den coronabedingt - wenig zugelassenen Gästen in Erinnerung gerufen.

Jörg Mathera, langjähriger Freund von Hannes Rossbacher, beleuchtete das künstlerische  und vor allem vielfältige Wirken des geborenen Judenburgers, der mit der bekannten Krimiautorin Claudia Rossbacher bereits mehr als 25 Jahre verheiratet ist und die am Reinischkogel in der Weststeiermark ihre zweite – beide inspirierende - Heimat gefunden haben.

„Hannes Rossbacher hat den Ausdruck „Kunst“ begriffen!“

Er ist eine seit Jahrzehnten in Österreich bekannte Künstlerpersönlichkeit. Der 1947 in Pöls bei Judenburg geborene und in Wien bzw. am Reinischkogel lebende Künstler war nach seiner Ausbildung an der Werbeakademie in Wien jahrelang als Grafik-Designer und Art-Direktor in der Werbebranche für verschiedene Werbeagenturen und Direktkunden in Wien, Frankfurt, Hamburg und Zürich tätig. Erwähnenswert sind seine Experimentalfilme für das Filmmuseum in Wien, Zeichentrickfilme für das Unterrichtsministerium und die österreichische Wochenschau sowie Zeichentrickfilme im Auftrag des ORF für Wolfgang Ambros und Georg Danzer. Er entwarf Cover-Designs für Popgrößen wie Falco und er schrieb Liedtexte für DÖF.

Seit 2009 widmet er sich hauptsächlich der Malerei. Bilder, Zyklen, Schaffensgedanken, eine immer fortwährende Selbstsuche, die Evaluierung auf höchstem Niveau von Sinnhaftigkeit und des Machbaren.

So entstand der Zyklus Global Brand Art der Weg des Künstlers von der Werbung zur Kunst

Die vielen Marken, die er im Laufe der Zeit begleitet und teilweise miterschaffen hat, haben ihre Spuren hinterlassen, ihn inspiriert und sukzessive zur Entwicklung seiner Global Brand Art geführt.  Er wusste seit jeher, dass er sich eines Tages ganz der Kunst widmen würde. Jedem in unserer globalisierten Konsumgesellschaft sollte bewusst sein, dass er mit dem Genuss einer bestimmten Marke auch die Kraft der Erde, das Klima, die Kultur und die Energie des Ursprunglandes in sich aufnimmt.  Aus diesem Grund soll dieser Global Brand Art-Zyklus zum bewussten Umgang mit Produkten beitragen, auswelchem Teil der Erde sie auch immer stammen.

In ständigem Dialog mit seiner Kunstfigur Das Zoff bestreitet Hannes Rossbacher komplett neue Wege. Ursprünglich als Trickfigur für ein Musikvideo erdacht, wurde es später in einen Zyklus aufgenommen. Mit geschnitztem Fingeralphabet wurde die Figur Das Zoff für seine Botschaften die ausschließlich aus Anglizismen bestehen, eigens ausgestattet, um so jedem Bild sein entsprechendes Sendungsbewusstsein als Botschaft zu geben und wirken zulassen. Die vielen Designs für Markenwaren, die er im Laufe der Jahre erschaffen und miterschaffen hat, haben ihre Spuren hinterlassen, ihn inspiriert und zur Entwicklung seiner einzigartigen künstlerischen Ausdrucksweise geführt.

"[2-2-12]Two to twelve" ist der Zyklus für die Arterhaltung der Tiere.

Im Frühjahr 2008 begann Hannes Rossbacher mit dieser Bilderserie und fängt Impressionen der Natur, auf großformatigen Bildern ein. Mit natürlichen Materialien, überarbeitet er das Sujet und bringt die Natur ins Zentrum des Betrachters, um damit die Forderung nach größerer Umweltverantwortung weltweit in den Raum zu stellen. Jedes vierte Säugetier ist vom Aussterben bedroht, ein Drittel der Amphibien und jede achte Vogelart ist laut IUCN (Internationale Union für die Erhaltung der Natur) bedroht.  Ein Schrei der anhält, ein Schrei der weckt!

 „Das Schwierige ist einen eigenen Stil zu kreieren und bleibende Eindrücke zu hinterlassen“, so Rossbacher .

Sein neuester Zyklus "Pop Art Selfies" ist eine Serie plakativer Masken des Künstlers selbst, der sich verhüllt, verwandelt, vortäuscht, hervorsticht, sein Innerstes nach außen kehrt, sich immer wieder neu erfindet und in eine andere Gestalt hineinschlüpft, um in einer in formationsüberfluteten, schnelllebigen Zeit, kurz innezuhalten.

Als Popartkünstler gesellt er sich nahtlos zu Andy Warhol, Royenstein, Keith Hearing, Jean-Michel Basquiat. Sein ausdruckstarker Stil macht ihn absolut unique. Eine Faksimile der Außergewöhnlichkeit, der Pinselstrich als wachsender kolorierter Tinnitus, die Farbe als Wille und Vorstellung. Ein Tsunami  aus greller  Buntwelt, die auf Neopurismus trifft. POPArt als Liebeserklärung.

Die Bilder wirken vom Zeitgeist erfasst und einer allgemein medialen visuellen Öffentlichkeit entsprungen. Rossbachers Welten gehen unter die Oberfläche der Realität als schöpferische  Parallelwelten mehrdeutig interpretiert. Der Betrachter ist aufgefordert das Werk mit seinem eigenen Lebensfundus der künstlerischen Duftmarke, dem FingerFootprint eines Hannes Rossbachers zu folgen.

Hannes  Rossbacher erhielt schon Auszeichnungen des Artdirectors Club, Staatspreise für Werbung und, und, und!  Vom Vienna Art wurde ihm der Ehrentitel ,,Kulturrat" verliehen.

Ausstellungen in Honkong, Shanghai, New York- ein sehr langer, ein sehr erfolgreicher Weg, dessen Ende nicht absehbar ist.

Die Überreichung der Dekrete und Insignien durch Sektionschef Meindl leiteten in die Dankesworte der beiden Hochdekorierten über- die Zeremonie wurde mit dem „Rondo i Sieben“ von R. Britschgi beendet.